chevron_left All chapters Bhagavadgita - des Erhabenen Sang home Home

menu_book Chapter 17

from Bhagavadgita - des Erhabenen Sang by Leopold von Schroeder — automated transcript, may contain recognition errors.

17. Gesang von Bhagavadgita Des Erhabenen sang Übersetzt von Leopold von Schröder Diese LibriVox-Aufnahme ist in der Public Domain. 17. Gesang Arjuna sprach

Doch die nicht achten das Gesetz, Doch gläubig Opfer bringen da, Auf welchem Boden stehen die? Güte? Leidenschaft? Finsternis? Der Erhabene sprach

Dreifach der Menschen Glaube ist, Aus ihrem Wesen wächst er auf. Drum kann er gut, voll Leidenschaft Oder auch ganz verfinstert sein. Wie eines jeden Wesen ist,

So ist sein Glaube, Bharata. Aus Glauben ist der Mensch gemacht, Wie er glaubet, so ist er selbst. Die Götter ehrt der guten Schar, Die Elben leidenschaftliche.

Gespenster und der Geister her, Ehret das Volk der Finsternis. Die grauske Büssung üben aus, Wie das Gesetz sie nicht befiehlt, Voll Trug und Ichsucht, voll Begier,

Voll Leidenschaft und voller Trotz, Ganz sinnlos peinigend die Schar der Elemente In dem Leib und mich auch, Der im Leib weilt, Die sind Dämonengleich gesinnt.

Dreifach ist auch der Speiseart, Wie einem jeden sie gefällt. Dreifach Opfer, Buße, Spenden, Vernimm nun deren Unterschied. Was Leben, Sein, Gesundheit,

Kraft, Glück und Freude vermehren kann, Schmackhafte, milde, feste Speise, Liebliche ist den Guten lieb. Scharf, sauer, salzig, allzu heiß, Streng, unmilde, brennender Art,

Das liebt der Leidenschaftliche, Das schafft ihm Krankheit, Weh und Schmerz. Was abgestanden, unschmackhaft, Stinkend und schon verdorben ist, Überbleibsel und Unreines,

Das liebt das Volk der Finsternis. Wo man nach Vorschrift Opfer bringt, Nach dem Erfolge nicht begehrt, Nur denkend, also ist es Pflicht, Solch Opfer ist der guten Art.

Doch wo man nach Erfolg begehrt Und Heuchelei beim Opfer übt, Ein solches Opfer ist die Art Der Leidenschaft Befangenen. Ohne Regel, ohne Speisung,

Ohne Lieder und Opferlohn, Ohne Glauben, solch ein Opfer Nennt man die Art der Finsternis. Götter, Priester, Lehrer, Weise Ehren,

Reinheit und Redlichkeit, Keusches Wesen, nicht verletzen, Dies die Buße des Körpers ist. Rede, welche nicht erreget, Die wahr ist und Vollfreundlichkeit.

Übung in dem Weda-Studium, Das heißt die Buße mit dem Wort. Herzens Heiterkeit und Milde, Schweigen, Bezähmung seiner selbst, Reinheit des Wesens,

Dieses ist des Herzens Buße, Wie man sagt. Solche Buße dreifacher Art, Wenn sie im Glauben wird geübt, Andächtig, ohne Fruchtbegier,

Die ist der guten Menschen Art. Doch wenn's geschieht um Ehe und Ruhm, Oder sogar aus Heuchelei, Das ist schwankend und ohne Halt, Das ist die Art der Leidenschaft.

Doch wird mit Peingung seiner selbst Die Buße töricht ausgeübt, Oder andern zum Verderben, Das ist die Art der Finsternis. Wenn man spendet nur,

Weil es Pflicht und an Vergeltung Gar nicht denkt, Am rechten Ort zur rechten Zeit, Die Spende ist der guten Art. Doch tut man es um Gegendienst,

Oder im Hinblick auf Erfolg, Oder ungern, Das ist die Art der Leidenschaft Befangenen. Wenn man unwürdigen Menschen gibt, Unpassend auch nach Ort und Zeit,

Unfreundlich, mit Geringschätzung, Das ist die Art der Finsternis. Dreifach ist des Brahman Name, Das Om, das Das, das Seiende. Priester, Weden und Opfer

Sind von diesem vormals festgesetzt. Die Theologen rufen drum zu Anfang Immer erst ihr Om. Bei Opfer spenden Büssungen, Wenn nach der Regel sie geschehen.

Die nach Erlösung strebenden, Die auf Erfolg nicht gehen aus, Rufen das Das zu Anbeginn der Opfer. Zu Anbeginn der Opfer Buß und Schenkungen. Von dem Sein und von der Güte

Braucht man das Wort das Seiende. Auch bei rühmenswerten Taten Wird dieser Ausdruck angewandt. In Opfer, Buß und Spenden auch Beständigkeit heißt Seiendes.

Und was man tut zu solchem Zweck, Erhält denselben Namen auch. Was ohne Glauben ausgeführt, Seis Opfer, Spende, Bußetat, Das wird nicht Seiendes genannt,

Ist nach dem Tode nichts noch hier. Ende des 17. Gesangs

CAPTIONS
Loading...